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DROHNEN-GESETZE - PORTUGAL

Aktualisiert 7/2020

 

Anders als in den meisten anderen europäischen Ländern, ist die portugiesische Gesetzgebung dem Einsatz von Drohnen sehr liberal gegenüber eingestellt. Sofern man die erforderliche Genehmigungen zur Erstellung von Luftbildern besitzt, kann man ziemlich überall in Portugal und sogar im städtischen Bereich mit einer Kameradrohne aufsteige.

Die Regeln zum Betrieb von Drohnen werden im "Código Drone" auf der Webseite Voa na Boa der portugiesischen Zivilluftfahrtbehörde ANAC (Autoridade Nacional Da Aviacao Civil) erklärt.

FOLGENDE REGELN SIND ZU BEACHTEN​
  • Drohnen dürfen nur bei geeigneten Wetterverhältnissen geflogen werden, d. h.der Betrieb von Drohnen ist bei Nebel, Regen oder windigem Wetter nicht gestattet.  

  • Die Drohne muss immer im Sichtfeld bleiben. Nachtflüge sind grundsätzlich verboten.

  • Das fliegen von Drohnen bis 25 kg Startgewicht ist ohne speziellen Führerschein oder Lizenz erlaubt.   

  • Max. Flughöhe und Sicherheitsabstände: Die maximal Flughöhe im unkontrolliertem Luftraum beträgt für RPAS (Remotely Piloted Air System) - sprich Drohnen - 120 Meter. Zu unbeteiligten Personen muss ein Mindestabstand von 30 Meter eingehalten werden. Spielzeug-Drohnen mit einem maximalen Startgewicht von 250 Gramm dürfen nicht höher als 30 Meter geflogen werden und somit Personen nicht überfliegen. 

  • Flugverbote: Das Überfliegen von Menschenansammlungen (ab 12 Personen), Botschaften, Militäranlagen, Einrichtungen von Sicherheitskräften, Rettungseinsätzen, Gefängnissen und Bildungszentren ist nicht gestattet. Weitere Flugverbotszonen werden in der interaktiven Karte der Voa Na Boa App bzw. auf der Voa Na Boa Webseite angezeigt. Für das Fliegen an historischen Stätten und in Nationalparks kann eine gesonderte Fluggenehmigung erforderlich sein.

  • Der Drohnenpilot hat dem bemannten Flugverkehr Vorrang zu geben und diesem stets auszuweichen. 

  • Eine Pflicht zum Abschluss einer Luftfahrt-Haftpflichtversicherung besteht in Portugal nicht. Nichtsdestotrotz vermieten wir alle unsere MiQuaKos mit einer europaweit gültigen Drohnen-Haftpflichtversicherung, so dass Sie auch in Portugal ausreichend abgesichert sind.

  • Beim Fotografieren oder Filmen mit einer Kameradrohne ist darauf zu achten, dass die Privatsphäre unbeteiligter Personen gewahrt wird. Wie bei der konventionellen Fotographie unterliegen alle von einer Drohne erstellten Aufnahmen der Datenschutz-Grundverordnung.

 

ACHTUNG: Zur Erstellung von privaten oder gewerblichen Luftbildaufnahmen benötigt man in Portugal eine spezielle Erlaubnis der AAN (Autoridade Aeronáutica Nacional). Das Einhohlen der Genehmigung erfolgt über ein elektronisches Antragsformular, dass online auf der Webseite der AAN ausgefüllt wird. Hierzu muss man sich jedoch vorher auf deren Webseite https://backoffice.aan.pt/checklogin registrieren. Der Registrierungsvorgang dauert bei postalischem Versand des Antragsformulars ca. eine Woche.

Wenn man ausserdem plant über Gewässer (Meer oder Seen) oder am Strand zu fliegen, muss man eine weitere Genehmigung bei der portugiesische Marine AMN (Autoridade Marítima Nacional) einholen. Hierzu schreibt man einfach die zuständige Captaincy per Email an und fragt unter Angabe der Flugdaten und -koordinaten sowie Beifügung der AAN-Erlaubnis (pdf) freundlich um Drehgenehmigung. Im Gegensatz zur AAN verlangen manche AMN-Vertreter für die Ausstellung eine Gebühr (meist wohl um die 20 Euro).

Um Luftaufnahmen in ausgezeichneten Naturschutzgebieten zu erstellen, muss eine entsprechende Genehmigung bei der portugiesischen Naturschutzbehörde ICNF (Instituto da Conservação da Natureza e das Florestas) eingeholt werden. Hierzu einfach dieses Antragsformular ausfüllen und per Email an rtn@icnf.pt schicken. Die ICNF wird dann mit einer Stellungnahme antworten, die jahreszeitenbedingt auch negativ ausfallen kann, wenn bspw. gerade geschützte Vogelarten brühten.

Wie auch in anderen Ländern kann der Luftraum ungeachtet der ausgestellten Genehmigung gesperrt werden. Das gilt auch für den freien Luftraum. Diese Sperrungen sind auf der Website der AAN inklusive KMZ-Datei (die sich mit Google Earth öffnen lässt) einsehbar und müssen vor jedem Start geprüft werden.

Diesen Artikel haben wir nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden.

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